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Datum: 22.01.2026
Vom 20. bis 22. Januar 2026 haben die obersten Führungskräfte der Zürcher Feuerwehren auf der Training Base Weeze, am Niederrhein in Deutschland, an einer 76-stündigen Erdbebenübung den Ernstfall trainiert. Dabei sind die Teilnehmenden einer harten Belastungsprobe unterzogen worden. Die rund 200 Feuerwehrkommandantinnen und -kommandanten sowie Ausbildungsverantwortlichen haben die Übung heute Mittag erfolgreich abgeschlossen. Eine detaillierte Auswertung wird zeigen, welche Erkenntnisse in künftige Ausbildungskonzepte der Zürcher Feuerwehren einfliessen sollen.
Die GVZ hat diese Ernstfallübung im Rahmen ihres gesetzlichen Ausbildungsauftrags organisiert. Ziel war es, die Führungs- und Entscheidungsfähigkeit der Kaderleute bei langandauernden komplexen Schadenlagen zu überprüfen. Das Training in Weeze war das erste seiner Art bezüglich des taktisch-operativen Aufbaus und Ablaufs sowie der Anzahl und Zusammensetzung der Teilnehmenden.
Das Übungsszenario
Ein Erdbeben der Stärke 7,3 verursacht im Grossraum Köln enorme Personen- und Infrastrukturschäden. Nach ersten Einschätzungen fordert das Ereignis mehrere hundert Todesopfer sowie Tausende Verletzte und Verschüttete.
Für die beteiligten Feuerwehrleute war es wichtig, sich zunächst einen Überblick über die Lage zu verschaffen und anschliessend in enger Zusammenarbeit mit lokalen und regionalen Organisationen wie Feuerwehr, dem Deutschen Roten Kreuz, einer Rettungshundestaffel oder dem Technischen Hilfswerk die Rettungsarbeiten aufzunehmen. Im Verlauf der Krisenübung kamen fortlaufend neue Schadenlagen hinzu. Die Einsatzkräfte wurden zu einem Busunglück mit über hundert Verletzten gerufen oder zu Trümmerlagen, wo sie in stundenlanger Schwerstarbeit Personen bergen mussten.
Renato Mathys, Leiter Feuerwehr, zur Übung: «Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben in schwierigen Situationen professionelle Arbeit geleistet. Ich bin fest davon überzeugt, dass solche Übungen die Resilienz der Feuerwehrleute stärken und sie bestmöglich auf derartige Ereignisse vorbereiten. Ich danke allen Beteiligten sowie dem Team der Training Base Weeze für das grosse Engagement.»
Ideale Voraussetzungen
Die Training Base Weeze, eine ehemalige britische Luftwaffenbasis mit etwa 60 Hektar Übungsfläche, erwies sich als optimal für die Übung. Mit Wohn- und Industriebrachen, Infrastrukturbauten wie Bahnabschnitte oder Einkaufsläden bot das Gelände den Beübten ideale Trainingsbühnen. Die Zusammenarbeit mit der Training Base Weeze sowie mit den lokalen und regionalen Bevölkerungsschutzorganisationen war geprägt von Respekt und gegenseitiger Unterstützung.
Die Langzeitübung wurde hauptsächlich von den Teilnehmenden selbst geleitet. Dabei wurden sie vom Übungsleitungs-Stab sowie von Sicherheitsoffizieren begleitet und überwacht. Um den Teilnehmenden ausreichende Ruhezeiten zu gewährleisten, wurden sie in Arbeitsschichten eingeteilt.
Unter Berücksichtigung der regionalen und kantonsübergreifenden Zusammenarbeit nahmen Mitglieder von Partnerorganisationen wie der Zürcher Kantonspolizei, dem Zivilschutz und den Rettungsdiensten sowie weitere Fachleute aus verschiedenen Kantonen als Beobachterinnen und Beobachter teil.
Die GVZ Gebäudeversicherung Kanton Zürich versichert die Gebäude im Kanton Zürich gegen Feuer- und Elementarschäden und engagiert sich zum Schutz von Personen und Sachwerten in der Prävention. Im gesetzlichen Auftrag erfüllt sie in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden den Brandschutz und das Feuerwehrwesen. Die GVZ ist ein selbstständiges öffentliches Unternehmen und beschäftigt rund 140 hauptberufliche und 250 nebenberufliche Mitarbeitende.
Ansprechpersonen für Medien:
Renato Mathys, Leiter Feuerwehr
verfügbar heute, 14.30 bis 15.30 Uhr
Barbara Greuter, Kommunikationsverantwortliche
T 044 308 21 54
kommunikation@gvz.ch